Kohl

Derzeit pflanzen wir auf unserem Betrieb Weißkohl, Rotkohl, sowie Blumenkohl für den Frischmarkt an.

Wir kaufen den Kohl als Öko-Jungpflanze zu und setzen die Pflänzchen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Frühjahr mit einer traktorgezogenen Pflanzmaschine in die vorbereitete Erde. Auf der Pflanzmaschine sitzen fünf Mitarbeiter, welche die Jungpflanzen einzeln in die Vorrichtung setzen. Zudem ist ein Fahrer für den Schlepper notwendig, sowie eine weitere Person, welche hinter der Maschine den Pflanzvorgang kontrolliert.

Die Pflege der Pflanzen erfolgt, je nach Unkrautbesatz und Entwicklungsstadium der Pflanze, entweder per Hand oder durch eine Hackmaschine, welche speziell auf die Kultur abgestimmt ist.

Mitarbeiter beim Hacken des Kohls (© Markus Rose)

Fendt GT mit Fronthacke (© Markus Rose)

Gelegentlich ist es – auch für uns als Bio-Betrieb – notwendig, Pflanzenschutzmittel einzusetzten. Auch im Bio-Bereich werden gewisse Pflanzen mit dafür zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um generelle Mittel, welche in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden dürfen. Der Einsatz von chemisch-synthetischen Mitteln ist strikt verboten. Eingesetz werden dürfen lediglich Mittel, welche ausdrücklich durch den Bio-Verband, in diesem Fall Naturland, zugelassen sind. Diese dürfen lediglich für bestimmte Einsatzgebiete und je nach Schadschwelle angewandt werden. Ein prophylaktischer Einsatz ist nicht gestattet. Die Bio-Börde GbR versucht durch eine weite Fruchtfolge (siehe Betriebsprofil),  Bodenpflege, sowie eine geeignete Sortenwahl den Befall von Schädlingen vorzubeugen. Werden jedoch übermäßig viele, d.h. den Bestand bedrohende Schädlinge (in diesem Fall tierische Schädlinge, wie bspw. Schmetterlingsraupen) festgestellt, dürfen genehmigte Mittel „gespritzt“ werden. Hierbei nutzen wir Mikroorganismen – im Speziellen das Bakterium Bacillus thuringiensis. Es ist also ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Bio-Betriebe nicht „spritzen“ dürfen. Es kommt eben darauf an, womit die Pflanzen behandelt werden. Auch ein Bio-Bauer braucht daher einen Pflanzenschutz-Sachkundenachweis. Kohl zählt für uns allerdings zu den einzigen Kulturen, welche überhaupt einen PSM-Einsatz erforderlich machen. 

Unsere Weißkohlsorten sind Candela und Kalorama, sowie Lennox. Roxy und Futurima sind derzeit unsere Rotkohlsorten. Neben der Vermarktung als Frischgemüse, werden gewisse Sorten zu einem kleinen Anteil als Industrie-Kohl, d.h. beispielsweise für Sauerkraut oder Rotkohl im Glas angebaut.

Erntereifer Weißkohl (© Markus Rose)

Rotkohlbestand (© Markus Rose)

Unser Rot- und Weißkohl wird nach und nach, spätestens jedoch im Oktober, per Hand geerntet. Unsere Mitarbeiter schneiden die erntereifen Kohlköpfe ab und legen diese in dafür vorgesehene Klappkisten. Die Kisten werden über ein Förderband auf unserem Kohlwagen transportiert und sortiert. Die geernteten Kohlköpfe werden dann ins Lager/Kühlhaus oder zur direkten Weiterverarbeitung zur Böhlenhof GbR gebracht. Dort wird der Kohl geputzt und zur weiteren Vermarktung abholbereit gemacht.

Die Lagerfähigkeit von Blumenkohl (unsere Sorte: Aviso) ist geringer, als bei Weiß- und Rotkohl, sodass dieser meist direkt nach der Ernte und dem Waschvorgang vermarktet wird. Je nach Pflanzzeitpunkt ist unser Blumekohl lediglich für eine gewisse Zeitspanne (meist bis September) verfügbar. Geerntet wird der Blumenkohl ebenso wie der übrige Kohl per Hand.

Erntereifer Blumenkohl (© Markus Rose)