Kohlgemüse

Die Bio-Börde GbR baut Rot-, Weiß- und Blumenkohl auf ca. 8 ha pro Jahr für den Frischmarkt an. Kalorama, Futurima und Aviso sind derzeit unsere Sorten.

Der Kohl wird als Öko-Jungpflanze im Frühjahr zugekauft und in mehreren Sätzen mit einer schleppergezogenen Pflanzmaschine in die vorbereitete Erde gesetzt. Hier sind 7 Mitarbeiter notwendig: Ein Schlepperfahrer, fünf Personen, welche die Pflänzchen in die Vorrichtung der Pflanzmaschine setzen und ein Mitarbeiter, welcher den Pflanzvorgang kontolliert.

Die Pflege der Pflanzen erfolgt, je nach Unkrautbesatz, durch eine auf die Kultur abgestimmte Hackmaschine oder manuell per Hand.

Gelegentlich ist es – auch für uns als Bio-Betrieb – notwendig, Pflanzenschutzmittel einzusetzten. Auch im Bio-Bereich werden gewisse Pflanzen mit dafür zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um generelle Mittel, welche in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden dürfen. Der Einsatz von chemisch-synthetischen Mitteln ist strikt verboten. Eingesetz werden dürfen lediglich Mittel, welche ausdrücklich durch den Bio-Verband, in diesem Fall Naturland, zugelassen sind. Diese dürfen lediglich für bestimmte Einsatzgebiete und je nach Schadschwelle angewandt werden. Ein prophylaktischer Einsatz ist nicht gestattet. Die Bio-Börde GbR versucht durch eine weite Fruchtfolge,  Bodenpflege, sowie eine geeignete Sortenwahl den Befall von Schädlingen vorzubeugen. Werden jedoch übermäßig viele, d.h. den Bestand bedrohende Schädlinge (in diesem Fall tierische Schädlinge, wie bspw. Schmetterlingsraupen) festgestellt, dürfen genehmigte Mittel „gespritzt“ werden. Hierbei nutzen wir Mikroorganismen – im Speziellen das Bakterium Bacillus thuringiensis. Es ist also ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Bio-Betriebe nicht „spritzen“ dürfen. Es kommt eben darauf an, womit die Pflanzen behandelt werden. Auch ein Bio-Bauer braucht daher einen Pflanzenschutz-Sachkundenachweis. Kohl zählt für uns allerdings zu den einzigen Kulturen, welche überhaupt einen PSM-Einsatz erforderlich machen. 

Unser Rot- und Weißkohl wird nach und nach, spätestens jedoch im Oktober, per Hand geerntet. Unsere Mitarbeiter schneiden die erntereifen Kohlköpfe ab und legen diese in dafür vorgesehene Klappkisten. Die Kisten werden über ein Förderband auf unserem Kohlwagen transportiert und sortiert. Die geernteten Kohlköpfe werden dann ins Lager/Kühlhaus oder zur direkten Weiterverarbeitung zur Böhlenhof GbR gebracht. Dort wird der Kohl geputzt und zur weiteren Vermarktung abholbereit gemacht.

Die Lagerfähigkeit von Blumenkohl ist geringer, als bei Weiß- und Rotkohl, sodass dieser meist direkt nach der Ernte und dem Putzvorgang vermarktet wird. Je nach Pflanzzeitpunkt ist unser Blumekohl lediglich für eine gewisse Zeitspanne (meist bis September) verfügbar. Geerntet wird der Blumenkohl ebenso wie der übrige Kohl per Hand.